Radonuntersuchung DIY

Diesen Punkt werden vermutlich nur eine Handvoll Bauherren interessant finden. Wir gehören (leider) zu solchen. Unser Grundstück befindet sich in einer „eventuell Radonverseuchten Zone“. Im Klartext: es muss eine Radonmessung am Grundstück vorgenommen werden. Wenn wir Pech haben und die Werte zu hoch liegen, müssen wir beim Bauen bestimmte Schutzmaßnahmen für unseren Keller ergreifen und eine Radonfolie drum herum legen lassen. Wenn wir es nicht tun: wen es interessiert, hier findet man Infos über Radon http://www.radon-info.de/.

Als wir die GAGV hierzu zusammen mit unserem Bodengutachten beauftragen wollten, fanden wir raus, dass leider ausgerechnet diese Firma keine Radonmessungen durchführt. Nun ja, da beim Radonmessen ebenfalls Löcher in den Boden gebuddelt werden müssen, wollten wir ein Unternehmen finden, was uns beides zusammen macht. Leider mussten wir beim genaueren Hinsehen feststellen, dass die Preise bei den anderen jenseits von Gut und Böse waren…

Als Beispiel (zugegeben einer der teureren) „Unser Bodengutachten verläuft so und so… dabei werden die und die Werte festgestellt, außerdem bieten wir jenes an und dies erhalten Sie von uns auch…. und und und …alles zum Komplettpaketpreis von 1300€ netto. Die Radonmessung kostet Sie zusätzlich 1350 € netto.“

Wir haben insgesamt 12 Firmen angeschrieben, davon haben 7 (leider unbefriedigend) geantwortet, der Rest schweigt bis heute. Ich fing langsam an mich mit den Preisen abzufinden. Als Bauherr sitzt du ja auf dem kürzeren Hebel.

Allerdings hat mein Mann in den Weiten des World Wide Webs eine sehr günstige Alternative gefunden: http://www.altrac.de/.

Bei diesem Anbieter kann man die Radonmessgeräte inkl. anschließender Auswertung kaufen. Für ein Haus braucht man 3-5 Stück. Pro Stück kosteten sie 28,50 € netto + 4,50 Versand (bis 4 Stück), ab 5 Stück sind sie versandkostenfrei. Wir haben uns gedacht die 1 m-tiefen Löcher können wir auch selbst am Grundstück bohren. Doch es kam noch besser. Der nette und kompetente Mitarbeiter der Firma hat uns weitere Tipps gegeben und alles sehr ausführlich erklärt. Er hat uns darauf hingewiesen, dass wir doch die Bohrungen der Bodengutachter für unsere Zwecke anschließend missbrauchen könnten 🙂

Die Messung an sich verläuft laut Beschreibung kinderleicht: Man bekommt die Geräte abgepackt per Post zugeschickt (Fotofilmdosen-Größe). Diese lässt man am Faden/Seil in die Löcher hinunter und lässt sie dort 1-3 Wochen (je nach Wetter) liegen. Anschließend holt man sie wieder raus und schickt an die Firma zurück. Diese werten das aus und schicken einem anschließend das Ergebnis inkl. Empfehlung (für oder gegen die Folie) zu. Fertig!

Das Ganze kostet uns nun also rund 107 € brutto bei 5 Messungen. Uns wurde allerdings geraten 2-3 zu machen, da es bei unserer Hausgröße vollkommen ausreichen würde. Das nenn ich mal eine Sparmaßnahme! 😀

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