Versicherungen

Achtung: lediglich unsere Vorgehensweise.

Auch Thema Versicherungen sollte noch VOR Bau- bzw. Finanzierungsbeginn ganz genau angegangen werden. Wir fanden es auch sehr praktisch, dass es zu diesem Thema an dem Bauherreninfotag bei FH einen Vortrag von einem Fachmann gab. Es war durchaus interessant und aufschlussreich, denn: Es gibt einen Haufen an Angeboten, man kann ja im Prinzip alles versichern lassen, die Frage ist nur: wovon soll man noch leben und das Darlehen abbezahlen, wenn die ganze Kohle in die Versicherungen fließt?

Es gibt im Wesentlichen zwei Gruppen: sogenannte Sach- und Personenversicherungen.

Zu Sachversicherungen gehören beispielsweise die Bauleistungsversicherung (einmalig), die Feuerrohbauversicherung (einmalig), die Wohngebäudeversicherung (mtl/vrtlj/j) und die Hausratversicherung (monatlich/vierteljährlich/jährlich).

Personenversicherungen sind z.B. Bauherrenhaftpflichtversicherung (einmalig), Risikolebensversicherung (mtl/vrtlj/j), Berufsunfähigkeitsversicherung (mtl/vrtlj/j), Haftpflichtversicherung (mtl/vrtlj/j), Rechtschutzversicherung (mtl/vrtlj/j).

Fast alle obengenannten Versicherungen haben wir abgeschlossen, wobei nicht alles davon zwingend notwendig ist.

Aber fangen wir vorne an.

Eine Bauleistungsversicherung versichert das zu erbauende Gebäude während der Bauphase. Falls also während des Baus z.B. ein verlegtes Rohr reißt und alles überschwemmt, sind die daraus entstandenen Schäden versichert. Oder auch im Falle des Vandalismus. Die Feuerrohbauversicherung ist ähnlich und versichert den „Rohbau“ gegen Feuerschäden (eigentlich klar 🙂 ). Wenn die Baustelle abgeschlossen ist und aus dem Rohbau ein Wohngebäude entsteht und an die Bauherren übergeben wird: greift ab sofort bei Hausschäden die Wohngebäudeversicherung und bei Hausrat die Hausratversicherung. Aus diesen aufgezählten Versicherungen finden wir persönlich nur die Hausratversicherung u.U. etwas überflüssig aber das kommt eben bei jedem auf den Hausrat an 😉 Die Bauleistungs-, sowie die Feuerrohbauversicherung sind hingegen sogar bei FH und unserem Darlehensgeber eine vertraglich-bindende Voraussetzung.

Noch zwei Versicherungen gehören, trotz derer Zugehörigkeit zu Personenversicherungen -unserer Meinung nach- unbedingt zum Bauen: Die Bauherrenhaftpflichtversicherung und die Risikolebensversicherung. Die Bauherrenhaftpflicht greift z.B. wenn sich jemand auf unserer Baustelle verletzen sollte. Auch das Schild „Eltern haften für Ihre Kinder“ bringt übrigens im Grunde nichts.

„Auch hier gilt selbstverständlich: Eltern haften nur bei Verletzung ihrer Aufsichtspflicht für den Schaden, den ihre Kinder verursacht haben. Ein solches Baustellen-Schild entbindet den Baustellenbetreiber auch nicht von seiner Verkehrssicherungspflicht auf dem Grundstück. Das Aufstellen eines solchen Schildes ersetzt nicht die Sicherungsmaßnahmen, wie zum Beispiel das Errichten eines Zaunes oder die Sicherung der Baustelle in anderer Form.“

Quelle: http://www.finanztip.de/aufsichtspflicht/#ixzz3AwR6aWtY

Und da man eben nicht lebenslang dann für derartige Schäden aufkommen möchte, schließt man so eine Versicherung ab. Die Bauherrenhaftpflicht haben wir z.B. als Kombipaket mit der Bauleistungsversicherung für nur 299 € abgeschlossen. Aber auch dieser Wert ist variabel und hängt natürlich von der Größe des Hauses oder auch der Versicherungsleistung ab.

Die Risikolebensversicherung war für uns ebenfalls Pflicht. Wenn einem der Partner etwas zustoßen sollte, muss der andere neben der emotionalen, auch noch die gesamte finanzielle Belastung tragen. So haben wir in etwa für je die Hälfte der Bausumme unsere Leben versichert. Das Geld kriegt man nur im Todesfall wieder aber da ist man froh, wenn man doch ins Leere gezahlt hat. Für nicht verheiratete ein Tipp: lasst euch „über Kreuz“ versichern. Versichert jeweils einfach das Leben des Anderen im eigenen Versicherungsvertrag. So umgeht ihr im Ernstfall die Erbschaftssteuer.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gehört auch ein Stückweit zum Soll beim Bauen. Im Falle einer Erwerbsunfähigkeit zahlt der Staat nämlich bei einer vorzeitigen Rente lediglich einen Bruchteil der eigentlichen Rente an den Erwerbsunfähigen. Erwerbsunfähigkeitsrente bekommt übrigens nur jemand, der aus gesundheitlichen Gründen in seiner Arbeitsfähigkeit (nicht Berufsfähigkeit) deutlich eingeschränkt ist. Wenn man nur noch 3 Stunden/Tag arbeiten kann, bekommt man die volle E-U-Rente. Bei 3-6 Stunden/Tag nur noch die Teil-E-U-Rente. Dabei ist es unerheblich welchen Beruf man dabei ausübt.

Aus diesem Grund war es für uns wichtig etwas gegen eine finanzielle Misere bei einer eventuellen Berufsunfähigkeit zu unternehmen. Die Beamten brauchen das allerdings meistens nicht unbedingt, weil sie schon ziemlich früh die Berufsunfähigkeitsrente vom AG bekommen.

Die private Haftpflichtversicherung und die Rechtschutzversicherung sind, denke ich mal, geläufig und gehören für uns auf jeden Fall dazu.

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2 Kommentare zu „Versicherungen“

  1. Richtig. Das wollte ich auch gerade anmerken. Die ein oder andere Versicherung MUSS man abschließen. Da hat man gar keine andere Wahl.
    Bauleistungs- und Feuerrohbauversicherung sind auch bei WeberHaus Pflicht.

  2. Ich habe auch eine Kombi aus Bauherrenhaftpflicht und Bauleistungsversicherung.
    Wenn ich das richtig interpretiere, dann ist die Höhe des Beitrags von der Bausumme abhängig. Außerdem gab es bei mir einen Fertighausrabatt auf die Bauleistungsversicherung.

    Bei mir waren es dann insgesamt einmalig 184 Euro.
    Also in der Größenordnung um die 200… 300 Euro herum wird es sich wohl generell einpendeln…

    (angesichts der sonstigen Kosten, die da bei Baubeginn trotz intensiver Vorkalkulation dennoch unvermutet kommen oder deutlich höher sind als angenommen… angesichts dessen sind die Versicherungen ja quasi peanuts. seufz.)

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