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Neuigkeiten

Unterlagenhaufen
Unterlagenhaufen

Es gibt endlich Neuigkeiten! Diese Woche am Mittwoch (17.09.2014) haben wir einen Riesenpaket im Briefkasten gehabt: unsere Bauantragsunterlagen waren da!! Dabei lagen auch die Möbelpläne und Trinkwasser- und Abwasseranträge. Es geht endlich weiter! Bis jetzt kamen wir aber nur dazu alles durchzulesen und paar Sachen aufzuschreiben, die wir demnächst bei FingerHaus erfragen wollen.

Aber an alle, die sich erstmal erschrecken sollten, weil das Unterlagenpäckchen ca. 6 cm hoch war: es sind im Prinzip drei Ausfertigungen für den Bauantrag (+ eine Ausfertigung für die Bauherren), drei Möbelpläne (fast für jeden Raum ein einzelnes Blatt), drei Ausfertigungen für den Abwasserantrag und eine Ausfertigung für den Trinkwasserantrag. Es sind also lediglich drei verschiedene Sachen zum genauen Studieren (ca. 20 Seiten), der Rest wiederholt sich, daher haben wir es nur oberflächlich kontrolliert.

Außerdem war am gleichen Tag noch etwas anderes in der Post: die Ergebnisse unserer Bodenuntersuchung (GAGV). Neben einem tabellarischen Gutachten war noch alles in Textform zusammengefasst. Auch eine Gründungsempfehlung lag bei.
Dennoch hatten wir nur Bahnhof verstanden 😀

Also riefen wir am nächsten Tag einfach die Zentrale der GAGV an und baten das für uns Laien zu erklären worauf wir achten sollten und ob wir z.B. den Boden austauschen müssten.

Es kam raus, dass unser Boden im Prinzip ok ist. Er sei zwar nicht der beste, weil es ein Lehmboden ist, aber dafür hätte er eine steife Konsistenz, wodurch eine gleichmäßige Setzung des Gebäudes zu erwarten sei.
Das Einzige ist, dass die Schicht 3 (ganz unten) dann ein Gründungspolster von 40 cm bekommen sollte. Das soll aber nichts Außergewöhnliches sein und wird in der Regel bei den meisten Bauvorhaben gemacht (d.h. hier werden bei uns zumindest nicht die Kosten der Erdarbeiten gesprengt).
Wichtig ist auch: wir bräuchten entweder eine Drainage oder eine weiße Wanne. Aber das haben wir ja eh bereits mit eingeplant.
Und für später fiel ein sehr wichtiger Hinweis: wenn die Baugrube ausgehoben und das Gründungspolster gelegt wurde, sollte dann der Boden (also das Loch) vor Witterungseinflüssen geschützt werden und da drin sollen keine schweren Maschinen mehr fahren.

Für uns war es wichtig rauszuhören, dass:

  • unser Boden nicht der beste aber durchaus ok ist,
  • wir ein Gründungspolster von 40 cm brauchen,
  • eine Drainage oder eine weiße Wanne ist für uns Pflicht und
  • wir die Baugrube vor Witterung schützen müssen und nach Verdichtung nicht mit schweren Geräten befahren dürfen.

So viel Neues ist bei uns in der kurzen Zeit passiert 🙂

Nun werden wir nach einem Telefonat mit FH nächste Woche die Anträge unterzeichnen und abschicken.
Insgeheim geben wir die Hoffnung nicht auf, dass unsere Termine vielleicht etwas vorgezogen werden… schön wäre es jedenfalls 🙂

Wir sind noch da!!

Hallo zusammen,
nein, wir sind noch nicht verschollen. Momentan komme ich nur nicht dazu viel im Blog zu machen, weil wir umziehen! Ja! Um die Doppelbelastung etwas zu umgehen bzw. ein Polsterchen für die spätere Bemusterung aufzubauen, ziehen wir für ein knappes Jahr bei meinem Schwiegerpapa ein. Ich muss dann etwas weiter zur Arbeit fahren, der Bauherr dafür entsprechend weniger und später sind wir schön nah an der Baustelle.

Außer Kisten packen, schleppen und die Mietwohnung zu renovieren hat sich aber auch bei uns am Grundstück schon was getan: am Mittwoch war die Gesellschaft für Angewandte Geologie und Vermessung bei uns am Grundstück tätig! Wer unseren Blog mitverfolgt wird sich vielleicht fragen „Häää? Wie GAGV? Der Auftrag für die Baugrunduntersuchung mit dieser Firma wurde doch storniert??“. Jaa… auch da hat sich einiges getan: ganz getreu dem Motto „Rin in die Kartoffele, raus aus de Kartoffele“. Aber von Anfang an.

Nachdem wir zwölf weitere Bodengutachter aufgesucht und kontaktiert hatten, konnten zwar bis auf einen alle etwas mit Radon anfangen, die Preise waren jedoch außerhalb von Gut und Böse. Ein Unternehmen, welches wir bereits im Vorfeld ausgesucht hatten, hatte anfangs am Telefon legitime Preise genannt. Bei der schriftlichen Anfrage stellte sich jedoch raus, dass der genannte Preis von “ca. 180 € + MwSt.) pro Messung galt… davon wollte uns die Firma dann fünf machen. Das wären dann grob überschlagen 1.000 €!!! Das krasseste Angebot waren jedoch 1.350 € netto. Und dazu käme dann die „normale“ Bodenuntersuchung mit ca. 800-1.000€ netto.
Etwas geschockt hatten wir schon angefangen uns mit den Preisen abzufinden. Als Bauherr hast du da leider nicht wirklich eine Wahl. Allerdings hat dann mein Mann das hier gefunden: http://www.altrac.de/
Diese Firma bietet eine sehr günstige Möglichkeit die Radonmessung selbst durchzuführen. Mehr dazu hier.

Also haben wir uns wieder an die GAGV gewandt. Die Firma wusste noch von unserem Bauvorhaben und von Radon (ohjee… unsere Geschichte geht dort wohl auch rum…), sie konnten ohne Probleme unseren Auftrag wieder aufleben lassen und nachdem dies am 21.08.2014 geschehen war, waren die fleißigen Mitarbeiter (Sandra und Mario) am 27.08.2014 bereits bei uns am Grundstück 🙂
So schnell haben wir echt nicht damit gerechnet! Und da wir kurz vorher angerufen wurden, kamen wir dazu und haben mal gelunzt wie so eine Messung abläuft. Die beiden waren sehr nett und trotz der späten Uhrzeit (19 Uhr) super gut drauf. Sie haben uns auch ein wenig erklärt wie das Ganze funktioniert und uns schon mal gesagt, dass wir einen homogenen Boden haben, der bis auf 5 m Tiefe trocken ist^^. (Auch sie wussten übrigens über unsere Radonanfrage Bescheid……..)

GAGV
GAGV
Die Bohrung
Die Bohrung
Unser Grund und Boden :)
Unser Grund und Boden 🙂

Die Vorabzüge wanderten am Dienstag ebenfalls rot bemalt in den Briefkasten. Wir sind gespannt, was uns dort erwartet.
Die Radonmessgeräte sind bestellt. Der Bericht hierüber folgt 🙂
Und nun gehe ich die umgezogenen Kisten auspacken!

P.S.: wir haben eine neue „Nebenseite“. Die haben wir „Nice to know“ genannt. Dorthin wandern alle wissenswerten Sachen zum Thema Bau, die wir als solche empfunden haben 🙂

Ein Strich durch die (Mehr- und Minderkosten-) Rechnung

Am Samstag (09.08.2014) lagen überraschenderweise schon die Vorabzüge im Briefkasten!

Nach den Freudensprüngen die traurige Nachricht… bzw. gleich zwei davon: gesamte Mehrkosten von 12.000 und die gewünschte Badplanung nun doch trotz Besprechung nicht möglich.

Wie ein kleines Schulmädchen hätte ich heulen können. Geschlagene Stunde haben wir geschaut was wir aus dem Bad nun doch noch machen konnten. Der Stand im Moment war: weder die gewünschte Eckbadewanne, noch eine frei begehbare Dusche waren bei dem Badezimmer drin. Eine Alternative hatte FH eingezeichnet aber diese kam für uns nicht in Frage: die Auswirkung wäre, dass uns dadurch ein Teil der Umkleide verloren geht.

Sehr lange haben wir versucht eine ganz neue Alternative zu finden, Frauchen kam schon auf die dolle Idee doch aus dem Badezimmer das Elternschlafzimmer zu machen (~9m²), doch das war ja pure Verzweiflung 😀

Wieder auf dem Boden der Tatsachen zurück, haben wir also beschlossen das Bad so zu belassen, wie es in den eigentlichen Entwürfen von FH von Anfang an war und uns dafür dann den erhöhten Kniestock sparen. Auch wenn das Auswirkungen auf die restlichen Zimmer haben wird, so können wir aber dort Geld sparen und eventuell woanders unsere Wünsche umsetzen.

Etwas frustriert gingen wir dann auch zur späten Stunde schlafen. Am nächsten Tag, wieder mit den Hummeln in dem Allerwertesten wurde das Frauchen wach und hat erneut angefangen an den Grundrissen rumzuwerkeln. Wir sahen beide mittlerweile ein, dass wir nun mal keinen Goldesel haben und daher Kompromisse eingehen müssen… Und die Alternative von FH sah schon, zugegebenermaßen, weniger chaotisch und gequetscht aus. Wir rechneten noch mal nach wie viel Platz wir momentan im Kleiderschrank brauchen und kamen dann zur Entscheidung, den Kniestock doch wieder auf 1,60m erhöhen zu lassen, auf einen Teil der Umkleide zu verzichten und die von FH gezeichnete Alternative fürs Bad zu nehmen.

So nun endlich die Bilder:

EG
EG
OG inkl. Alternative fürs Bad
OG inkl. Alternative fürs Bad
KG
KG

Das eine Problem war also vorerst gelöst. Die hohen Mehrkosten konnten wir uns nun in Ruhe genauer ansehen. Die Aufstellung verriet: die geplanten Änderungen haben sich kostentechnisch relativ in Grenzen gehalten. Allerdings gab es auch eine böse Überraschung. FALLS wir bei uns am Grundstück nun doch im Keller eine Schutzmaßnahme gegen Radon vornehmen müssten, würde es uns zumindest über FH etwas über 3.000 kosten.

FH haben uns diese Maßnahme jetzt schon mal berechnet, weil unser Bebauungsplan folgendes vorsieht:

… in der Gemeinde Hargesheim [ist] mit einem erhöhten Radon-Potenzial (40.000 – 100.000 Becquerel Radon pro Kubikmeter Bodenluft) mit lokal hohem Radon-Potenzial (> 100.000 Becquerel Radon pro Kubikmeter Bodenluft) in und über einzelnen Gesteinshorizonten zu rechnen.
Daher wird grundsätzlich für den Standort eine projektbezogene Radonmessung in der Bodenluft des Bauplatzes empfohlen. Werden hierbei Werte über 100.000 Becquerel Radon pro Kubikmeter Bodenluft festgestellt, wird angeraten, bauliche Versorgungsmaßnahmen zu treffen, um den Eintritt des Radons ins Gebäude weitgehend zu verhindern.

Also nahm Frauchen gleich Montag Vormittag das Telefon in die Hand und rief bei GAGV (Bodengutachter) an, ob sie denn solch eine Radonmessung beim Bodengutachten vornehmen könnten und was es denn kosten würde. Die Antwort „Radon??? Sowas machen wir eigentlich nicht. Ich leite das an den Bearbeiter weiter aber das wäre mir neu.“ Hmm nun ja… als Baugrundgutachter sollte man doch mit sowas vertraut sein, da Radon eigentlich Deutschlandweit im Boden vorkommt. Was uns etwas verunsichert und verwundert, ist, dass uns dieses Unternehmen von FH empfohlen wurde. Sechs weitere Unternehmen konnten uns wegen der Radonuntersuchung weiterhelfen.

Das einzige Problem: den Bodengutachterantrag hatten wir bereits an GAGV abgeschickt, sie haben bis jetzt nur noch auf die Vorabzüge von FH gewartet. Zum Glück arbeiten dort aber auch nur nette Menschen 🙂 Die Firma meldete sich zurück und musste uns leider mitteilen, dass sie weder Geräte noch Erfahrung für solch eine Radonmessung besitzen und uns nicht weiter helfen können. Daher musste der Auftrag storniert werden, war aber problemlos möglich. Nun warten wir noch auf eine Rückmeldung von FH bzgl. des Versickerungsgutachtens und würden dann eine andere Firma mit dem Bodengutachten beauftragen.

Die gesamten Vorabzüge haben wir uns bereits durchgeguckt und unsere Fragen hinzu am Dienstag Abend an unsere Berater bei FH geschickt. Bleibt abzuwarten was dabei rauskommt… die Spannung steigt 🙂