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„Abnahme der Dämmung“

Wie schon im letzten Betrag angedeutet, fehlte uns für einen Abschluss des Kellergeschosses ein OK von FingerHaus. Warum? Nunja, bei der Unterschrift des Werkvertrages stand für uns bereits fest, dass wir die Perimeterdämmung selbst machen werden. Allerdings hätten wir eine solche Entscheidung nicht getroffen, wenn unser Verkaufsberater uns nicht nach unserer Nachfrage – ob wir das denn fachmännisch auch alles hinbekommen würde, ohne, dass wir damit dem Haus schaden – zugesichert hätte „keine Angst, man wird sie vor Ort an die Hand nehmen, Ihnen alles zeigen und am Ende Ihre Arbeit auch abnehmen“. Damit war uns die Gewährleistung weiterhin sicher, also schlugen wir zu.

Als es allerdings nun zur oben genannten Abnahme kommen sollte, wollte es keiner machen 😀
Jeder Bauleiter hat sich gewundert, warum denn FingerHaus die Gewährleistung auf unsere Arbeit übernehmen sollte. Wir fühlten uns schon ein wenig veräppelt… die 2.000€, die das Ganze im Falle einer Ausführung durch FingerHaus mehr gekostet hätte (abzüglich der anstrengenden Arbeit unsererseits) war uns der Verlust der Gewährleistung nicht wert!!!

Zum Glück hat sich das nach einer Weile geklärt: unsere Kundenberaterin ging nach unserer (zugegeben etwas konfuser) Formulierung davon aus, dass wir die Gewährleistung auf die Dämmung und die Dämmmaterialien verlangen. DAS wäre natürlich lächerlich 😀

Nach der Aufklärung unsererseits war die Sache auch gegessen: wir haben es nun schriftlich, dass uns durch die selbstständige gewissenhafte Ausführung der Dämmung die Gewährleistung auf Keller und Haus natürlich nicht wegfällt oder verkürzt wird.

Die Gewährleistung auf die Dämmplatten um die Fensterschächte und deren korrekte Anbringung übernimmt sogar FingerHaus, da diese durch das Sub-Unternehmen MB-Keller angebracht wurden.

 

Von FingerHaus sind wir bisher auch nichts anderes gewohnt! Ein Tipp an alle: lest euch eure Formulierungen etc. mehrmals durch, bzw. überlegt, ob es eventuell auch missverstanden werden kann 😀

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Dämmung 100% completed

Puhh… gleich vorab… wenn sich momentan der ein oder andere Bauherr überlegt, ob er die Perimeterdämmung seines Kellers selbst macht und dabei ein wenig Geld spart oder die Sache den Profis überlässt, unser Rat: lasst die Finger davon!!!!! Wir sind nicht handwerklich unbegabt und scheuen körperliche Arbeit auch nicht aber es gibt Sachen, die muss man sich echt nicht antun!

Donnerstag:

Bereits am Donnerstag gegen 11 Uhr wurden an die Baustelle die von uns bestellten Dämmmaterialien geliefert. Die Firma bausep GmbH können wir nur empfehlen: hier haben wir die Styrodurplatten (BASF Styrodur 3035 CS 80mm), den Bitumen-Kleber (PCI Pecimor DK) und die Grundierung (PCI Pecimor F) bestellt. Montagabend bestellt und bereits am Donnerstag geliefert. Vor der Bestellung haben wir auch einige Fragen telefonisch klären können und sogar einen Wunschliefertermin kann man dort vereinbaren. Außerdem wurden wir von dem netten Mitarbeiter darauf hingewiesen, dass wir die angeklebten Dämmplatten nicht mehrere Wochen lang dem Tageslicht aussetzen sollten, weil die Platten für den unterirdischen Bereich bestimmt sind und vom Kontakt zu Sonnenstrahlen nicht gerade profitieren. Vor der Lieferung wurden wir auch angerufen und gefragt, ob es uns zeitlich passen wird. An der Baustelle (in einem – noch nicht in den Suchmaschinen oder Navis eingetragenem – Neubaugebiet) wurde alles mit einem Gabelstapler abgeladen und schon war das Ganze erledigt. Die Dämmplatten sind in je 4 kg Päckchen mit Folie verpackt, sodass wir keine Probleme hatten diese zu bewegen und anschließend einfach so an der Baustelle liegen zu lassen. Top-Leistung!

Anlieferung an die Baustelle
Anlieferung an die Baustelle
Gabelstapler
Gabelstapler
Lagerung an der Baustelle
Lagerung an der Baustelle

Nachdem wir am Donnerstag noch die Kellerangelegenheiten per Mail geklärt hatten, ging’s wieder an die Baustelle, um mit der Grundierung loszulegen. Das lief recht einwandfrei. Der Bauherr und sein Vater haben die vier Wände + die Bauplatte innerhalb von 3 Stunden schwarz grundiert. Als Werkzeug haben wir Microfaser-Rollen verwendet. Diese sind genau für solche Grundierungsarbeiten geeignet. Leider mussten sie zum Schluss in den Müll wandern, weil man das schwarze Zeug echt nicht mehr abbekommen konnte und die Rollen knallhart wurden 😀

Freitag:

Am Freitag ging‘s dann weiter. An dem Tag haben wir mehr Helfer bestellt: die Eltern der Bauherrin stießen nun dazu. Nach den anfänglichen Startschwierigkeiten (man hat einen Rührbohrer gebraucht, weil der Bitumenkleber aus zwei Komponenten bestand, die als erstes miteinander vermischt werden mussten) ging das Kleben los. Eine eklige, klebrige und stinkige Angelegenheit. Unser Keller-Bauleiter hatte uns empfohlen den Kleber ganzflächig auf die Platten aufzutragen, deswegen hat sich das leider etwas gezogen.

So sah das Ganze dann aus:

Wand mit Kleber
Wand mit Kleber
Platte mit Kleber
Platte mit Kleber
Platte an der Wand
Platte an der Wand

Nach einer Weile war auch der Ablauf drin: einer misst und schneidet die Platten zurecht, zwei tragen den Kleber an die Wand an, einer an die zu klebende Platte. Anschließend wird geklebt. Beide Seiten mit Kleber zu bestreichen schien uns zuverlässiger zu sein, da dann die Klebermassen für jede Platte gleichmäßiger zuteilwurden. Die Bauherrin kam auch erkältet für paar Stunden an die Baustelle und hat beim schönen Wetter die wichtigste Aufgabe übernommen: Anweisungen verteilen 😛

Allerdings hielt ich‘s nicht lange durch, der Husten nahm überhand 😦

Es hat sich für den Rest leider etwas in die Länge gezogen. Die Wände wurden nämlich zum Schluss noch mit einer reisfesten Malerfolie abgedeckt, weil es über Nacht frostig und nass werden sollte.

Fix und fertig kamen die Dämmhelfer mit dem Bauherrn dann gegen 20 Uhr im Dunklen nach Hause. Alle Körperteile schmerzten, Bitumen klebte auch überall. Nach dem Duschen und Essen konnte keiner so richtig einschlafen, weil jedem einfach nur alles wehtat.

Samstag:

Am nächsten Tag musste es aber auch schon weiter gehen. Da blieb die Bauherrin gleich daheim, weil’s einfach nur a****kalt war. Die fleißigen durchgefrorenen Helferlein bekamen dann noch ein warmes Mittagessen geliefert, welches sie in unseren Kellerräumen vertilgten: Hey! Die erste Party in unserem Partykeller!!! 😀

Um 16 Uhr fehlten nur noch ca. 10 Platten an den Kellerwänden… doch das Wetter wollte nicht mehr mitmachen: der Regen war nicht mehr zu halten. Erneut wurde die Folie bespannt, der restliche Kleber wanderte in den Keller (gar nicht so einfach bei 28 kg-Eimern!!!), Werkzeuge wurden eingesammelt und weggeräumt. Zwei Stunden später war es für die Helfer nun endlich geschafft!

Montag:

Nach einer sonntagsbedingten Verschnaufpause ging’s für den Bauherren und seinen Vater am Montag weiter. Nachdem die restlichen Platten noch fertig abgeschnitten und geklebt wurden, wurde noch fleißig aufgeräumt und zum letzten Mal die Folie bespannt.

Die Dämmung ist fertig!!!

Sobald das Zeitraffervideo fertig geschnitten ist, landet es auch umgehend hier 🙂
Und hier ists:

 

An dieser Stelle möchten wir ein riesen großes DANKESCHÖN!!! an unsere Bauhelfer loswerden! Mama und Papas, ohne euch hätten wir das nie im Leben so schnell geschafft! Danke für eure Geduld, eure Ratschläge und eure Hilfe!!!

Und wenn wir gerade beim Bedanken sind: vielen Dank auch an alle unsere Nachbarn, die so geduldig den Baulärm ertragen (ist leider so im Neubaugebiet 😦 ) und ein extra fettes Dankeschön an unsere Freunde und Nachbarn Katharina und Martin, die uns das Stellen eines Wasserstandrohres erspart haben, indem sie uns etwas Wasser spendeten 🙂

Bevor die Baugrube nun aber von unserem Tiefenbauer zugeschüttet werden konnte, fehlte nur noch ein OK von FingerHaus. Das sollte allerdings eine etwas längere Geschichte (Achtung, Spoiler: mit einem happy End) werden. Hierzu siehe nächster Beitrag 🙂

Missverständnisse oder doppelt hält besser

Das muss ich nun auch erzählen… in unserer Mehr- und Minderkostenrechnung war als Zusatzangebot die Ausführung von Wärmedämmung für Kelleraußenwand inkl. Armierungsputz NEBEN der Perimeterdämmung angeboten.
Auf die Nachfrage unsererseits

„Wärmedämmung und Wärmedämmung? Die FingerKeller Angebote beziehen sich auf die
Perimeterdämmung, das war uns bewusst, diese werden wir allerdings eher selbst erledigen. Aber worum geht es bei den Punkten „Kellerausbau – Rohbau“? Ist es noch eine zusätzliche
Außendämmung, die zwingend notwendig ist?“,

kam die Antwort von FH:

„Die Dämmmaßnahmen sind zwingend notwendig, um den KFW-Standart zu halten. Da diese nicht im Leistungsumfang des Werkvertrages enthalten ist haben wir ein Zusatzangebot erstellt.“

Leicht kühler Schweiß bildete sich auf der Stirn… bei dieser Antwort sind wir davon ausgegangen, dass der gesamte Keller noch zusätzlich gedämmt werden müsste…. das wären dann noch ca. 8.000 € mehr.

Vor der Unterschrift im Werkvertrag haben wir (um die Finanzierung besser abschätzen zu können) unseren Verkäufer genauestens über das Thema Keller ausgefragt. Wir haben die Innendämmung bereits im Angebot drin gehabt. Die Perimeterdämmung war uns auch bekannt. Selbst, dass wir den Sockel selbst verputzen bzw. zusätzlich verputzen lassen müssten, wussten wir. Aber es ist nie ein Wort über die zusätzliche Außendämmung gefallen. Außerdem kam uns der Gedanke: wie solls gehen? Die Kelleraußenmaße wären dann bei (z.B. lange Seite) 9,42 m+ (0,08 m*2 Perimeter) + (0,08 m*2 Außendämmung) = 9,74 m. Hauswand allerdings nur 9,66 m. Dann würde ja unser Keller „abstehen“.

Zum Glück gibts aber nette Bauherren bei dem tollen Fingerhaus-Forum. Nach meiner gestellten Frage wurde ich schnell aufgeklärt:

„Die Perimeterdämmung geht nur etwas über das Erdniveau. Es bleibt ein Sockel (bei uns ca. 30 cm) der außen nicht gedämmt ist. Die Verputzer bringen dann eine Sockeldämmung auf, auf die der Sockelputz aufgetragen wird.“

Das haben wir uns natürlich nicht gedacht, dass die Perimeterdämmung nicht zur OK Keller geht, aber man lernt ja nie aus 😉

Ich danke euch vielmals, A&M und Treeda (alias Kathrin und Andi). So konnten wir etwas entspannter ins WE gehen 🙂